Nachhaltige Unternehmensführung im Visier

Um die Zukunftsfähigkeit der Olma Messen St.Gallen zu sichern, wurde im Jahr 2014 eine Strategie für eine nachhaltige Unternehmensführung erarbeitet. Die folgenden Handlungsfelder wurden definiert:

Ökologie: Energie und Wasser, Reinigung und Entsorgung, Mobilität

Soziales: Anstellungs- und Arbeitsbedingungen, Regionalität, soziales Engagement

Ökonomie: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Kundenzufriedenheit, Qualitätssicherung, Produkte und Dienstleistungen

 

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeits-Strategie verfolgen die Olma Messen St.Gallen die folgenden Grundsätze:

  • Der langfristige wirtschaftliche Erfolg der Olma Messen St.Gallen steht im Vordergrund
  • Bei der Leistungserbringung sind nebst ökonomischen auch ökologische und soziale Aspekte verhältnismässig zu berücksichtigen
  • Konzentration auf jene Handlungsfelder, die für den Unternehmenserfolg von grosser Bedeutung sind und wo ein signifikanter Hebel zur Verbesserung der Nachhaltigkeit auszumachen ist.
  • Strombeschaffung: Seit Oktober 2014 wird Strom aus 100% Schweizer Wasserkraft beschafft.
  • Energie-Effizienz: Diverse Erneuerungsinvestitionen bei HLK-(Heizung, Lüftung, Klimatechnik)Anlagen und Beleuchtungen reduzieren den Stromverbrauch jährlich um 2%.
  • Wärme: Anschluss der Hallen 1, 2, 3 und 9 ans Fernwärmenetz der Stadt St.Gallen.
  • Abfallreduktion: Entsorgungs- und Recyclingkonzept für alle Betriebszustände mit Anreizen zu Abfallvermeidung.
  • Mobilität: Förderung der Anreise der Messe-Besucher mit öV mittels rabattierten Kombi-Tickets von Messe-Eintritt und öV-Ticket.
  • Beschaffung: Richtlinien für eine nachhaltige und regionale Beschaffung von definierten Verbrauchs- und Investitionsgütern (ab Februar 2016).
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden dank attraktiver Arbeits- und Anstellungsbedingungen, wie z.B. Bandbreitenmodelle, Jahresarbeitszeit, Home-Office, drei Wochen Vaterschaftsurlaub.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Messung der Mitarbeiterzufriedenheit mittels Umfrage, 3. Rang beim Swiss Arbeitgeber Award 2015 in der Kategorie kleine Unternehmen (50-99 Mitarbeitende).
  • Gesundheitsschutz: Beschaffung höhenverstellbarer Stehpulte für Mitarbeitende.
  • Soziale Verantwortung: Schaffung von Arbeitsplätzen für nicht voll leistungsfähige Mitarbeitende. Vergabe von Verpackungs- und Versandaufträgen an soziale Institutionen.

Ökonomie: Betriebswirtschaftliche Unternehmensführung.

 

Qualität: Laufende Messung der Kundenzufriedenheit und kontinuierliche Verbesserung der laufenden Prozesse und Dienstleistungen mit diversen Instrumenten. Zudem wurde das Qualitätsmanagement-Systems im November 2015 erfolgreich nach der revidierten ISO-Norm 9001:2015 rezertifiziert.

0 Einleitung: Die Kennzahlen Unternehmen gewähren eine bessere Transparenz bezüglich der umwelt- und personalbezogenen Leistungen. Sie können aber auch Hinweise geben, wie wirtschaftlich und effizient man mit Ressourcen umgeht. Für die Interpretation der Kennzahlen sind andere Einflussfaktoren ebenfalls zu berücksichtigen.

1 Systemgrenzen: Das Messegelände der Olma Messen St.Gallen bildet die Systemgrenze für die erfassten Zahlen.

 

Kennzahlen Ökologie Einheit 2015   2016  
Input     %   %
Stromverbrauch MWh 2'574 51% 2'452 48%
davon Anteil erneuerbare Energien % 100%   87%  
Gasverbrauch MWh 1'688 34% 626 12%
Fernwärme MWh 605 12% 1'854 36%
davon Anteil erneuerbare Energien % 43%   40%  
Heizölverbrauch MWh 165 3% 161 3%
Total Energieverbrauch Gebäude MWh 5'033 100% 5'092 100%
Treibstoffverbrauch Diesel MWh 53   66  
Total Energieverbrauch MWh 5'086   5'158  
davon Anteil erneuerbare Energien % 57%   58%  
pro Veranstaltungstag MWh 18   18  
           
Wasserverbrauch m3 8'041   8'310  
pro Veranstaltungstag m3 29   29  
           
Output          
Total Abfall t 341.05 100% 340.89 100%
davon Anteil Recycling t 147.35 43% 157.76 46%
davon Anteil Verbrennung in KVA t 193.70 57% 183.13 54%
pro Veranstaltungstag t 1.25   1.20  
           
Total CO2-Ausstoss 1) t 646.06 100% 507.56 100%
davon Anteil Gasverbrauch t 337.66 52% 125.16 25%
davon Anteil Fernwärme t 37.00 6% 120.14 24%
davon Anteil Heizölverbrauch t 52.19 8% 50.76 10%
davon Anteil Dieselverbrauch t 13.88 2% 17.38 3%
davon Anteil Verbrennung in KVA t 205.32 32% 194.12 38%
pro Veranstaltungstag t 2.37   1.79  
           
* Die folgende Einflussfaktoren sind bei
der Interpretation zu berücksichtigen:
         
Veranstaltungstage (Durchführungstage
alle Messen/Veranstaltungen
  273   284  
Heizgradtage Schellenacker St.Gallen 2)   3'415.4   3'552.3  
Hallenumschlagshäufigkeit   13.7   13.29  

1) Der CO2-Ausstoss bezieht sich auf die Endenergie, direkte CO2-Emissionen vor Ort.

2) Die Heizgradtage sind die Summe der Differenzen zwischen der Aussenlufttemperatur und der angestrebten Innenlufttemperatur (20 Grad Celsius) für alle Heiztage (Tagesmitteltemperatur < 12 Grad Celsius) eines Jahres.