Eindrücke

Die Wurzeln der Olma Messen St.Gallen

Ursprung des heutigen Unternehmens war natürlich die OLMA selbst. Und deren Wurzeln sind in der schwierigen Zeit während des Zweiten Weltkriegs zu finden. Die OLMA verdankt ihren Ursprung nicht einem zufälligen Einfall. Sie wurzelt im Wunsch weit verzweigter Gruppen der Land- und Milchwirtschaft, ihre Leistungen stolz zu zeigen und fachlich zu vergleichen.

Ein Kind der Anbauschlacht

Die Versorgungsengpässe während des Zweiten Weltkrieges verschafften den Anliegen der Landwirtschaft und der Landesversorgung brennende Aktualität. 1941 einigten sich Stadt und Kanton St.Gallen, die landwirtschaftlichen Organisationen des Kantons und weitere Interessengruppen, gleichzeitig mit dem Herbstjahrmarkt eine Landwirtschaftsausstellung zum Thema «Mehranbau» in St.Gallen durchzuführen. Eine zweite landwirtschaftliche Ausstellung fand vom 10. bis 21. Oktober 1942 statt.

 

Die erste OLMA

Die erste eigentliche OLMA fand 1943 statt. Ihr Konzept bestand darin, eine Symbiose aus «Schaustellung von Produkten, belehrender Aufklärung und aus dem Warenverkauf» zu formen. Ein Grundkonzept, das selbst heute noch zur DNA der OLMA gehört.

Die «Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung» erhielt 1946 die bundesrätliche Anerkennung als nationale Messe und nennt sich seither (bis 2004) OLMA Schweizer Messe für Land- und Milchwirtschaft. Seit 2004 lautet die offizielle Bezeichnung OLMA Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung.

 

Eine Erfolgsgeschichte wächst

Träger der OLMA war anfänglich die Stadt St.Gallen. Aber bereits 1943 waren fünf Ostschweizer Kantone und das Fürstentum Liechtenstein am Unternehmen beteiligt. Im Jahre 1953 wurde eine eigene Trägerschaft verwirklicht. Mitglieder der neuen Messe-Genossenschaft wurden die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Thurgau, Schaffhausen, Glarus, Graubünden sowie das Fürstentum Liechtenstein und die Stadt St.Gallen.

 

Die OLMA ist ein Publikumsliebling

Schon in den ersten Messejahren - und bis heute - zeichnete sich die OLMA durch einen überraschend grossen Publikumserfolg aus. Rund 370'000 - 390'000 Personen besuchen die OLMA Jahr für Jahr und machen sie damit zur grössten Publikumsmesse der Schweiz.

 

Der Brand der Halle 7

In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 2000, wenige Stunden nach Abschluss der 58. OLMA, brannte die Degustationshalle 7 vollständig ab. Sowohl am Gebäude als auch an den Standeinrichtungen entstand Totalschaden. Das Ereignis brachte den grossen emotionalen Wert dieser Halle ins Bewusstsein und löste nicht nur in der Ostschweiz, sondern national ein grosses Medienecho aus. Glücklicherweise kamen bei dem Grossbrand keine Personen zu Schaden, und es bestand auch keine Gefährdung der Tiere im nahegelegenen Stallzelt. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Bereits an der OFFA 2001 konnten die Aussteller der ehemaligen Halle 7 ihr Angebot in den Hallen 4 und 5 präsentieren.

OLMA Tiervorführung 1943
Die Tiervorführungen sind bereits an der 1. OLMA eine Hauptattraktion. Gemäss Messekatalog wird täglich ab 15 Uhr Zuchtvieh aus dem Kanton St.Gallen vorgeführt.
OLMA Degustationshalle 1943
Bereits 1944 sind die Degustationsstände beliebte Treffpunkte der Messebesucher.
OLMA Übersichtsplan früher
Der Übersichtsplan im Katalog der 1. OLMA 1943 zeigt anschaulich die Anlage der Ausstellung: Drei Zelthallen auf dem Unteren Brühl und die Tonhalle sind die Hauptgebäude der Messe. Entlang der Museumstrasse und auf weiteren Quartierstrassen befinden sich die Stände des St.Galler Herbstjahrmarktes.
OLMA Trägerschaft 1943
Bereits die 3. OLMA platzt aus allen Nähten, so dass auch der Stadtpark ins Messeareal miteinbezogen wird. Die Museumstrasse mit dem Jahrmarkt wird mit einer eigens zu diesem Zweck konstruierten Holzbrücke überquert.